Der Chor wurde 2006 von Andrzej Kosendiak gegründet. Von Anfang an wurde er von Agnieszka Franków-Żelazny geleitet; seit der Spielzeit 2021/2022 hat Lionel Sow diese Funktion inne. Der Chor hat sich schnell einen Namen gemacht, indem er sowohl A-cappella-Repertoire als auch große Oratorien-, Opern- und Sinfonieformen aufführt. Er arbeitete mit so bedeutenden Dirigenten wie Giovanni Antonini, Bob Chilcott, Iván Fischer, Jacek Kaspszyk, Stephen Layton, James MacMillan, Paul McCreesh, Zubin Mehta, Masaaki Suzuki, Kirill Petrenko und Krzysztof Penderecki zusammen. Er trat in über 300 Konzerten auf, unter anderem in der Berliner Philharmonie, im Londoner Barbican Centre und in der Royal Albert Hall, im Leipziger Gewandhaus, in der Philharmonie de Paris und im Salle Pleyel in Paris.
Der Chor wurde mehrfach zu internationalen Festivals eingeladen, wie den BBC Proms, den Osterfestspielen Baden-Baden, dem International Ankara Music Festival, dem Gent Festival van Vlaanderen, dem Gstaad Menuhin Festival & Academy, dem Klarafestival, dem Serenade! Choral Festival und der „Warschauer Herbst“. Er arbeitete unter anderem mit dem Budapest Festival Orchestra, Gabrieli Consort & Players, Il Giardino Armonico, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Bach Collegium Japan, den Berliner Philharmonikern und dem NOSPR zusammen. Ein wichtiger Teil der Arbeit des Ensembles sind Uraufführungen von Chor- und vokal-instrumentaler Musik, u. a. von Komponisten wie Krzysztof Penderecki, Agata Zubel, Roxanna Panufnik, Rafał Augustyn, Paweł Łukaszewski, Julia Wolfe und Bob Chilcott.
In der Diskografie des NFM-Chors nehmen die Aufnahmen unter der Leitung von Paul McCreesh (Winged Lion) einen wichtigen Platz ein. Sie wurden mit prestigeträchtigen Preisen ausgezeichnet. Hinzu kommen zwei Alben mit Musik von Bob Chilcott, „The Seeds of Stars“ und „Canticles of light“, die für das Label Signum entstanden sind. Die Aufnahme „De profundis“ wurde 2017 mit dem Fryderyk in der Kategorie „Album des Jahres – Chor-, Oratorien- und Opernmusik“ ausgezeichnet. Kürzlich erschienen weitere Alben unter Mitwirkung des Ensembles – „Ubi caritas“, „Music of Trust“, „Widma Moniuszki“, Beethovens „IX. Sinfonie“ sowie Alben mit Werken von Marcin Józef Żebrowski und Witold Lutosławski.
Zu den wichtigsten Ereignissen der künstlerischen Saison 2022/2023 gehörte die Zusammenarbeit mit Masaaki Suzuki und dem Bach Collegium Japan sowie die Aufführung der Oper „Die Frau ohne Schatten“ von R. Strauss mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko während der Osterfestspiele Baden-Baden und in der Berliner Philharmonie.
NFM Choir Wroclaw @Łukasz Rajchert